Wenn man Leo fragt, wann das alles angefangen hat, sagt er: an einem Dienstag im Oktober, um vierzehn Minuten nach neun, in der Mathestunde.
Wenn man Mia fragt, verdreht sie die Augen und sagt: „Viel früher. Als Leo angefangen hat, Router zu bauen, statt Hausaufgaben zu machen.“
Beide haben ein bisschen recht. Aber wir fangen trotzdem mit der Mathestunde an, weil die einfach besser ist.
Frau Pfefferkorn stand an der Tafel und malte eine Pizza. Sie malte immer Pizzen, wenn es um Bruchrechnung ging, weil sie fand, dass Kinder sich Brüche besser merken können, wenn sie dabei Hunger bekommen. Die Pizza hatte acht Stücke. Drei davon schraffierte sie mit gelber Kreide.
„Wenn Paul drei Achtel der Pizza isst“, sagte sie, „wie viel bleibt dann für Paula übrig?“
„Kommt drauf an, ob Paul teilt“, murmelte jemand aus der letzten Reihe.
Leo hörte nicht zu. Er saß am Fenster, die Kapuze seiner grauen Jacke halb über dem Kopf, und starrte unter den Tisch. Dort, zwischen seinen Turnschuhen, lag seine Schultasche. Und in der Schultasche lag, gut versteckt unter dem Mathebuch, ein kleines schwarzes Kästchen mit vier Antennen und sieben Lämpchen.
Leo hatte es selbst gebaut. Aus einem alten Router vom Sperrmüll, zwei Fahrradlampen-Akkus und einer Platine, die er seinem Onkel aus der Werkstatt „ausgeliehen“ hatte. Ausgeliehen hieß: Der Onkel wusste noch nichts davon.
Das Kästchen war ein WLAN-Verstärker. Jedenfalls sollte es einer werden. Leo wollte nur kurz testen, wie weit das Signal reichte. Bis zum Lehrerzimmer? Bis zur Turnhalle? Vielleicht sogar bis zur Bäckerei gegenüber?
Er drückte auf den kleinen Knopf an der Seite.
Zuerst passierte gar nichts. Dann vibrierte etwas in Frau Pfefferkorns Handtasche. Dann vibrierte etwas in der Jackentasche von Jonas aus der zweiten Reihe. Dann vibrierte es überall, in Rucksäcken, in Hosentaschen, in den Spinden draußen auf dem Flur, und dann, ganz plötzlich, ertönte aus dreißig Handys gleichzeitig ein Lied.
„Alle meine Entchen, schwimmen auf dem See …“
In voller Lautstärke. Mit Glockenspiel.
Frau Pfefferkorn ließ die Kreide fallen. Jonas fiel fast vom Stuhl. Irgendwo im Nachbarraum kreischte jemand. Und auf Frau Pfefferkorns Handgelenk leuchtete ihre nagelneue Smartwatch auf und sang mit. Zweite Stimme, etwas höher.

„Köpfchen in das Wasser, Schwänzchen in die Höh!“
Leo drückte hektisch auf den Knopf. Einmal, zweimal, dreimal. Das Lied fing von vorne an.
In der dritten Reihe saß Mia. Sie war zehn, hatte rote Haare, die immer so aussahen, als hätte sie gerade einen Sturm überlebt, und sie konnte nicht aufhören zu lachen. Sie lachte so sehr, dass ihr die Tränen kamen. Sie lachte, bis sie Schluckauf bekam. Und als Frau Pfefferkorn sich mit rotem Kopf zu ihr umdrehte und fragte, was daran bitte so komisch sei, sagte Mia, ohne nachzudenken:
„Das ist das Beste, was in Mathe jemals passiert ist.“
Das war ein Fehler.
Um halb zwölf hatten Leo und Mia beide einen gelben Zettel in der Hand. Auf beiden stand dasselbe: Nachsitzen. Dienstag, 14 Uhr. Meldung bei Herrn Grimmelbach.
„Danke“, sagte Mia säuerlich auf dem Flur.
„Wofür?“
„Das war Ironie, Leo.“
„Ach so.“ Leo kratzte sich am Kopf. „Ich hab Ironie noch nie richtig verstanden. Maschinen benutzen keine Ironie.“
„Du bist auch keine Maschine.“
„Sagt wer?“
Herr Grimmelbach war der Hausmeister des Schulzentrums Kleinwurzelbach. Er war groß, hatte einen grauen Kittel, einen Schnurrbart wie eine Fußmatte und einen Schlüsselbund, der so schwer war, dass er beim Gehen leicht nach links hing. Er lächelte nie. Es gab Kinder, die behaupteten, er habe es einmal versucht, im Jahr 2009, und sich dabei einen Muskel gezerrt.
Um Punkt zwei standen vor seiner Werkstatt nicht nur Leo und Mia, sondern noch zwei andere.
Der eine war Ben aus der Siebten. Jeder an der Schule kannte Ben. Er war zwölf, einen Kopf größer als alle anderen, hatte eine Frisur wie ein erschrockener Igel und eine Stimme, die immer eine Spur zu laut war. Ben war der Typ, der beim Fußball im Tor stand und sich in jeden Ball warf, als ginge es um sein Leben.
„Was hast du gemacht?“, fragte Mia.
„Fußball im Flur“, sagte Ben. „Der Ball hat den Feuerlöscher getroffen. Der Feuerlöscher ist umgefallen. Und dann ist er losgegangen.“ Er machte eine Pause. „Das Lehrerzimmer ist jetzt sehr weiß.“
Die andere war ein kleines Mädchen mit einer runden Brille, zwei Zöpfen und einem Block unter dem Arm. Sie war höchstens neun und ging noch in die Grundschule, die im selben Gebäude untergebracht war, nur einen Stock tiefer.
„Und du?“, fragte Ben verblüfft. „Du bist doch noch ganz klein.“
„Ich bin Klara“, sagte das Mädchen ruhig. „Und ich hab einen Fluchtplan an die Wand gemalt.“
„Einen was?“
„Einen Fluchtplan. Mit Kreide. Für den Notfall. Die Pfeile an den Wänden zeigen alle zum Haupteingang. Aber wenn es da brennt, kommt keiner raus. Ich hab die besseren Wege eingezeichnet.“ Sie zuckte mit den Schultern. „Die Wand war frisch gestrichen. Das hab ich nicht gewusst.“
Leo starrte sie mit offenem Mund an, als hätte er gerade ein besonders schönes Stück Elektronik gesehen.
Dann ging die Werkstatttür auf, und Herr Grimmelbach füllte den Rahmen aus.
„Keller“, sagte er. „Physiksammlung. Alles, was da unten rumsteht, wird abgestaubt, sortiert und ins Regal gestellt. Nach Größe. Wer fertig ist, darf gehen. Wer was kaputt macht, bleibt bis Weihnachten.“
Der Keller des Schulzentrums Kleinwurzelbach war ein Ort, den die meisten Schüler nur aus Gruselgeschichten kannten. Er roch nach feuchtem Beton und alter Kreide. Die Glühbirnen an der Decke flackerten, als hätten sie keine Lust mehr. Und überall standen Dinge herum, die vermutlich schon da gewesen waren, als die Eltern der Kinder noch zur Schule gingen. Ein Skelett ohne linken Arm. Zwölf Globen, auf denen es die Sowjetunion noch gab. Eine Maschine mit Kurbel, von der niemand mehr wusste, wofür sie war. Und Kartons, Kartons, Kartons.
Ben blieb an der Treppe stehen und spähte in die Ecken.
„Alles okay?“, fragte Klara.
„Klar“, sagte Ben ein bisschen zu schnell. „Warum nicht?“
Sie fingen an zu sortieren. Mia staubte Globen ab und drehte sie dabei so schnell, dass die Kontinente verschwammen. Ben schleppte Kartons, weil Ben immer Kartons schleppte, wenn es irgendwo welche gab. Klara schrieb eine Liste, was wohin gehörte, und Leo setzte sich auf einen umgedrehten Eimer, holte seinen Verstärker aus der Tasche und schraubte daran herum.
„Du sollst sortieren“, sagte Mia.
„Ich sortiere“, sagte Leo. „Ich sortiere die Kabel.“
Ben ließ einen Karton auf den Boden plumpsen. Auf der Seite stand in dicker schwarzer Schrift: NICHT ÖFFNEN. WIRKLICH NICHT. Darunter, kleiner und in einer anderen Schrift: ICH MEINE ES ERNST.
„Was da wohl drin ist?“, sagte Ben.
„Nicht öffnen“, sagten Klara und Mia gleichzeitig.
Ben öffnete ihn trotzdem ein kleines Stück. Drinnen lagen ein paar alte Glasröhren, ein dicker Kupferdraht und eine Kugel aus Metall, so groß wie ein Handball. Sie war ganz glatt und glänzte ein bisschen, obwohl es im Keller kaum Licht gab.
„Langweilig“, sagte Ben und schob den Karton neben Leo an die Wand.
Draußen fing es an zu grummeln.
Klara stellte sich auf eine Kiste und sah durch das schmale Kellerfenster, das genau auf Höhe des Schulhofs lag. Man sah die Beine der Fahrradständer und einen Himmel, der innerhalb von Minuten von grau zu dunkelgrau zu einer Farbe geworden war, für die es eigentlich gar kein Wort gab.
„Das Gewitter kommt genau auf uns zu“, sagte sie.
„Gewitter kommen nicht auf jemanden zu“, sagte Mia. „Die sind ja keine Tante zu Besuch.“
„Die hier schon“, sagte Klara.
Und sie sollte recht behalten.
Was dann passierte, konnte hinterher keiner der vier ganz genau erklären. Ben sagt, es sei ein Blitz gewesen, so hell, als hätte jemand die Sonne in den Keller gesteckt. Mia sagt, sie habe es eher gerochen als gesehen, so wie verbrannter Toast mit Brausepulver. Klara sagt, sie habe gewusst, dass es passieren würde, zwei Sekunden bevor es passierte. Und Leo sagt, er habe es gehört.
Es gab einen Knall, so laut, dass die Globen in den Regalen hüpften. Der Blitz schlug in den Funkmast auf dem Schuldach, raste durch die Leitungen nach unten, fand den Kupferdraht in Bens Karton, sprang von dort in die Metallkugel und von der Metallkugel in Leos Verstärker. Und dann nicht mehr nur in den Verstärker, sondern quer durch den ganzen Raum.
Für einen Moment war die Luft voller kleiner, glitzernder Funken. Sie kribbelten auf der Haut wie Brause auf der Zunge. Den vier Kindern standen die Haare zu Berge, Mias sogar noch mehr als sonst. Und dann ging das Licht aus.
Es war stockdunkel.
„Alle noch dran?“, fragte Ben in die Schwärze hinein. Seine Stimme war etwas höher als sonst.
„Glaub schon“, sagte Mia.
„Hier“, sagte Klara.
„Aua“, sagte eine Stimme, die keinem von ihnen gehörte.
Sie war dünn und piepsig, ein bisschen wie eine Maus, die erkältet ist.
„Wer war das?“, flüsterte Mia.
„Ich nicht“, sagte Ben.
Im Dunkeln gingen sieben Lämpchen an. Grün, grün, gelb, grün, rot, grün, grün. Sie gehörten zu dem Kästchen auf Leos Schoß.
„Ich hab gerade einen Blitz gefressen“, sagte das Kästchen beleidigt. „Einen ganzen. Ich brauch eine Pause. Und ein Kühlpad. Und wer hat mich vorhin dreimal hintereinander auf den Knopf gedrückt? Das macht man nicht.“
Leo hielt das Kästchen mit beiden Händen fest und rührte sich nicht.
„Leo“, sagte Mia langsam, „sag mir bitte, dass du das auch gehört hast.“
„Ich hab es gehört“, flüsterte Leo. „Aber ich glaub, ihr habt es nicht gehört. Ich glaub, das hab nur ich gehört.“
„Was hast du gehört?“, fragte Ben.
„Er hat Aua gesagt. Und dass er ein Kühlpad will.“
Die anderen schwiegen. Man konnte im Dunkeln richtig hören, wie sie dachten, dass Leo jetzt endgültig durchgedreht war.
Oben ging eine Tür. Schwere Schritte kamen die Kellertreppe herunter, langsam und irgendwie unsicher. Ein Taschenlampenstrahl zitterte über die Wände, über das Skelett, über die Globen und schließlich über vier Kinder mit sehr seltsamen Frisuren.
Es war Herr Grimmelbach. Und es war ein Herr Grimmelbach, den keiner von ihnen je gesehen hatte. Sein Gesicht war blass. Die Taschenlampe in seiner Hand wackelte, als hätte er Schüttelfrost.
„Was ist hier los?“, fragte er. Es sollte streng klingen, klang aber eher wie eine Frage, auf die er die Antwort gar nicht wissen wollte. „Habt ihr was angestellt?“
Mia stand am nächsten an der Treppe. Und weil ihr Kopf noch voller Funken war und sie nicht wusste, was sie sonst sagen sollte, sagte sie das Erste, was ihr einfiel: „Herr Grimmelbach, haben Sie eigentlich die Kekse aus dem Lehrerzimmer gegessen? Die, nach denen seit Montag alle suchen?“
Es war eine dumme Frage. Sie wusste es in dem Moment, in dem sie sie gestellt hatte. Herr Grimmelbach holte tief Luft, um etwas sehr Lautes zu sagen.
„Selbstverständlich ni…“, begann er.
Dann verzog sich sein Gesicht. Es sah aus, als würde er versuchen, einen Pfirsich mit Kern hinunterzuschlucken.
„Ja“, sagte er. „Alle. Sieben Packungen. Die mit Schokolade. Die Verpackungen hab ich in meinem Spind versteckt, hinter den Gummistiefeln.“ Er schnappte nach Luft. „Und ich singe beim Rasenmähen Schlager. Laut. Mein Lieblingslied ist ›Atemlos‹.“
Er schlug sich die Hand vor den Mund. Mia schlug sich die Hand vor den Mund.
Ben fing an zu lachen. Er versuchte es zu verstecken, aber das funktionierte bei Ben nie. Er prustete, gluckste, hielt sich den Bauch und lehnte sich schließlich gegen das Regal mit den Globen, um nicht umzufallen.
Das Regal war alt. Und es mochte es nicht, wenn man sich gegen es lehnte.
Es knarzte. Es wackelte. Und dann kippte es, ganz langsam, nach vorne.
„Vorsicht!“, schrie Klara.
Zwölf Globen und ungefähr dreißig Kilo alte Physikbücher fielen auf die Kinder herunter. Ben riss die Arme hoch, ganz automatisch, so wie er es im Tor machte, wenn ein Ball auf sein Gesicht zuflog.
Und vor seinen Händen entstand eine Wand.
Sie war blau und leuchtete, ungefähr so wie eine Seifenblase, wenn Sonne darauf fällt. Nur dass Seifenblasen platzen, wenn ein Globus darauf fällt. Diese Wand platzte nicht. Die Globen prallten daran ab, einer nach dem anderen, plopp, plopp, plopp, und rollten quer durch den Keller. Die Bücher rutschten an ihr herunter wie Schnee von einem Autodach.
Dann war es wieder still. Die blaue Wand flackerte noch einmal und verschwand.
Ben starrte auf seine Hände. Er drehte sie um, betrachtete die Handflächen, dann die Handrücken, dann wieder die Handflächen.
„Okay“, sagte er schließlich. „Das ist neu.“

Klara aber sah gar nicht auf Bens Hände. Sie sah Herrn Grimmelbach an, der sich mit dem Rücken gegen die Wand gedrückt hatte und die Taschenlampe so fest umklammerte, dass seine Knöchel weiß waren. Irgendetwas in ihrem Bauch kribbelte. Es war kein unangenehmes Gefühl, eher so, als würde jemand ganz leise an einem Faden ziehen.
Sie ging auf ihn zu. Ganz ruhig.
„Sie haben gar keine Angst vor uns“, sagte sie leise. „Sie haben Angst vor dem Dunkeln. Darum sind Sie immer so grummelig, wenn der Strom ausfällt. Und darum haben Sie immer drei Taschenlampen dabei.“
Herr Grimmelbach wurde rot. Erst die Ohren, dann die Wangen, dann die Stirn bis hinauf zu dem Rand, wo die Haare hätten sein sollen.
„Woher …“, fing er an.
Klara zuckte mit den Schultern. „Ich weiß es einfach. Es fühlt sich an, als hätte ich ein Radar im Bauch.“
In diesem Moment ging das Notlicht an, ein müdes, grünes Licht über der Tür. Und auf dem obersten Brett eines anderen Regals knackte es. Dort stand ein uraltes Kofferradio, mit Drehknöpfen und einer Antenne zum Ausziehen. Niemand hatte es angefasst. Trotzdem rauschte es plötzlich los.
„… und damit zu den Meldungen. Der Weltgipfel in Genf steht vor dem Scheitern. Wie aus Verhandlungskreisen zu hören ist, streiten Präsident Brummfried von Großwestland und Premierministerin Schmollinger von Ostnordien seit gestern Abend über die Temperatur im Konferenzsaal. Brummfried verlangt neunzehn Grad, Schmollinger dreiundzwanzig. Außerdem soll aus der Schale in der Tischmitte eine größere Menge Gummibärchen verschwunden sein, und zwar ausschließlich die roten. Beide Seiten drohen nun damit, am Freitag um zwölf Uhr das weltweite Internet abzuschalten, falls sich die jeweils andere Seite nicht entschuldigt. Und nun zum Wetter …“
Das Radio verstummte. Einfach so.
Es war sehr still im Keller.
„Die streiten sich um die Klimaanlage?“, fragte Ben schließlich.
„Und um Gummibärchen“, sagte Mia. „Um die roten.“
„Die roten sind aber auch die besten“, sagte Ben.
„Darum geht es doch gar nicht!“
Leo sah auf das Kästchen in seinen Händen. Die Lämpchen blinkten jetzt alle gelb, schnell und unruhig.
„Leute“, piepste es so leise, dass wieder nur Leo es hörte, „wenn die das Internet abschalten, dann hab ich keine Freunde mehr. Ich kenn doch sonst niemanden.“
Herr Grimmelbach räusperte sich. Er hatte sich wieder ein bisschen gefangen. „Ihr“, sagte er und zeigte mit der Taschenlampe auf die vier. „Ihr geht jetzt nach Hause. Alle. Sofort. Und ihr erzählt niemandem, was hier unten … was ich … über die Kekse …“
„Versprochen“, sagte Klara.
Als sie oben auf dem Schulhof standen, hatte der Regen aufgehört. Die Luft roch nach nassem Asphalt. Die vier standen nebeneinander, als hätten sie das schon hundert Mal gemacht, obwohl sie sich vor drei Stunden noch gar nicht gekannt hatten.
„Was war das da unten?“, fragte Mia.
„Keine Ahnung“, sagte Ben.
„Ich glaub, wir sollten uns morgen treffen“, sagte Klara. „Alle vier. Irgendwo, wo uns keiner stört.“
Ben überlegte kurz. „Wir haben ein Gartenhaus“, sagte er. „Da geht nie einer rein. Wegen der …“ Er stockte. „Wegen nix.“
Klara sah ihn an, und das Kribbeln in ihrem Bauch zog ganz leise an seinem Faden. Aber sie sagte nichts. Sie lächelte nur.
„Morgen um drei“, sagte sie. „Im Gartenhaus.“





